Mehrseitige Figurine "iginga sakimatwemtwe" des "Bwami"-Bundes, Lega, Kongo

x   diese Artefakte befinden sich nicht mehr in meinem Besitz.

Objekt: Mehrseitige Figurine "iginga sakimatwemtwe"
Ethnie:  Lega (Rega, Warega)
Herkunft:  Kongo
Material:  Bein oder Horn
Abmessungen (HxBxT):  15 x 8 x 6 cm
Alter:  Erste Hälfte des 20. Jahrhundert

Info:  die Kunst der Lega konzentriert sich auf kleine Masken und Figuren, die ausnahmslos den Riten des Bwami-Bundes dienen. Bwami ist die politisch-religiöse Initiationsgesellschaft, in der die Männer wie die Frauen an moralische Autorität streben, indem sie einen hohen Rang zu erreichen suchen. Typisch für die Kunst der Lega sind kleine, millimeterstarke Löcher oder ebensogrosse Ringe, die in die Gegenstände eingraviert werden. Die Lega nennen die meisten antropomorphen Figurinen iginga. Jede Figurine bekommt einen Namen und symbolisiert eine Persönlichkeit mit bestimmten moralischen Vorzügen. Mehrseitige Statuetten kommen in den verschidensten Formen vor und stellen einen Sondertyp der iginga dar. Sie werden sakimatwemtwe (Herr Vielköpfig) genannt und deuten an den Status des hohrangigen Eingeweihten, der sich zahlreichen Initiationen uterzogen hat, grosses Ansehen hat und über einen gesteigerten Verstand verfügt.