Ritualmaske Kidumu Bundes, Teke tsaayi, Kongo

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Objekt: Ritualmaske "Kidumu"- Bundes
Ethnie:  Teke tsaayi
Herkunft:  Kongo
Material:  Holz, Federn, Raffia, Pigment
Abmessungen (HxBxT):  38 x 32 x 6 cm
Alter:  Mitte des 20. Jahrhundert

Info:  das Volk Teke (Bateke) bewohnt Kongo Brazzaville und Gabun. Die Teke des Nordwestens sind bekannt als Tsaayi. Sie glauben an einen obersten Gott Nzambi und die soziale Struktur des Volkes wird von der geheimen Kidumu-Gesellschaft geregelt. Die Kidumu, eine politisch-religiöse Gesellschaft, greift in alle Bräuche und Hauptaspekte des Soziallebens ein: Beschneidungen, Hochzeiten, Urteile und Begräbnisse. Am Ende jeder Kidumu-Zeremonie trägt ein Tänzer eine flache, runde mit Ritualsymbolen verzierte Gesichtsmaske. Sie ist mit Raffiabastfranse und -federn beschmückt und wurde auf dem Kopf des Tänzers mittels einer U-Form Kante auf der Rückseite und eines Stück Holz zwischen den Zähnen gehalten. Vor langer Zeit lieferte der Tanz wichtige Bindung des Sozial- und politischen Aufbaus einer gut organisierten Gesellschaft, die bis ca. 1920 noch aktiv war. Später unter Volksregierung überlebte nur ein Zehntel der Bevölkerung, und die Kidumu-Kult war verschwunden. In den 60er Jahren des 20 Jahrhunderts erlebte der Kidumu-Kult noch seine kurzeitige Renaissance bis er zum Ende den 70er Jahren wieder verschwunden war. Laut Marie-Claude Dupré gibt es bis zu zwanzig unterschiedliche Motive der Kidumu-Maske. Allerdings Lehuards Studie spricht von dreiundvierzig Maskentypen mit starken Einfluss der Mbamba Reliquiar Figuren und diese Maske gehört gerade zu dieser Gruppe.